Wir empfehlen den Artikel "30 Jahre Deutsche Einheit - „Wir miteinander – vereint und füreinander da“ - Verlogene Narrative zur Feier deutscher Größe" als Vorabausdruck aus dem neuen GegenStandpunkt 4/20, der am 18.12. erscheinen wird.

30 Jahre Deutsche Einheit
„Wir miteinander – vereint und füreinander da“
Verlogene Narrative zur Feier deutscher Größe

Der deutschen Nation Marke BRD gelang es 1990, sich das Staatsgebiet der ehemaligen DDR samt sämtlichem lebendigen und sonstigen Inventar unter den Nagel zu reißen, also ein veritables Kriegsergebnis ohne Krieg zugestanden zu bekommen und durch diesen Zugewinn ihre Machtbasis schlagartig um ein Drittel zu vergrößern. Klar, dass diese Nation am 30. Jahrestag dieses Coups Grund zum Feiern hat. [...]

Wir empfehlen aus aktuellen Anlass den Artikel "Viel Lärm um ein paar Zeichnungen zum Thema ‚Mohammed‘ und ein Kreuzzug für die Meinungsfreiheit" aus dem GegenStandpunkt 01/06:

Eine Riesenaufregung und Randale mit Toten in der islamischen Welt – bloß wegen ein paar Karikaturen in einem dänischen Journal? Und umgekehrt: Mit der Lizenz, ein paar Zeichnungen zu drucken, stehen gleich die Grundprinzipien der Aufklärung, der demokratischen Weltordnung und der europäischen Völkersolidarität auf dem Spiel? Das kann ja wohl beides nicht ganz wahr sein.


Wir empfehlen den neuen GegenStandpunkt, besonders den Artikel zu George Flyod und Rassismus in der USA.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     

In dem nachfolgenden Text beschäftigen wir uns mit der Frage, welche Auswirkung Corona-Pandemie auf die kapitalistische Gesellschaft hat und warum. Der Text ist sehr dicht geschrieben und soll als Diskussionsgrundlage dienen. Viele Aspekte sind auf Platzgründen nicht ausführlich ausgeführt. Weitaus detaillierter sind die Texte des GegenStandpunkt, die weiter unten verlinkt sind.

Wer will, kann gerne mit dem Text arbeiten. Für freuen uns über Anmerkungen, Kritiken und Fragen zu dem Text. Viel Spaß beim Lesen.

Corona trifft auf Kapitalismus

  1.  Ökonomie:

    Was ist das eigentlich für ein Virus, welches die Börse krachen lässt und lauter Arbeitsplätze bedroht? Es lohnt sich zuerst ein Blick auf die Marktwirtschaft: die lohnarbeitenden Menschen werden von Unternehmen eingestellt, damit sie einen Gewinn erwirtschaften. Dieser Gewinn - die Differenz zwischen dem investierten Kapital, welches als Kost verbucht wird und dem Verkaufserlös - ist es, um den es den Unternehmen geht: also eine Vermehrung ihres Geldes. Die Menschen, die einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Lebenszeit und -kraft für den Dienst an der Geldvermehrung anderer aufbringen, bekommen dies mit einem Lohn vergütet. Da dieser ebenfalls eine Kost für das Unternehmen darstellt, welche sich negativ auf den Gewinn auswirkt, fällt er notorisch niedrig aus. Gleichzeitig ist es dieser Lohn, mit welchem ein Großteil der Bevölkerung ihren Lebensunterhalt bestreitet. Davon werden Mieten bezahlt, Lebensmittel und Kleidung erworben, es wird für sogenannte Luxusgüter und Urlaub gespart und einiges mehr. Der Lohn wird demnach dafür ausgegeben, um die Produkte, welche die Unternehmen auf den Markt werfen, zu konsumieren. Die komplette Ökonomie mit ihren Bereichen der Produktion, Konsumtion, Verpachtung und Vermietung, Lohnzahlung usw. wird vom Staat besteuert. Die so aus der Produktivität der nationalen Ökonomie gewonnenen Einnahmen bilden die  finanzielle Potenz des Staates.

In den USA kommt es – wieder einmal – zu gewalttätigen Unruhen, weil – wieder einmal – ein Afroamerikaner zum Opfer eines weißen Polizisten wurde, der dies für das Recht und die Pflicht seines Amtes hielt. 


Die Gewaltexesse werden - sowohl die der rassistischen Polizei, als auch die der Demonstranten - hier wie dort von der Öffentlichkeit kritisiert. Trump wird beschuldigt den Rassismus in seinem Land noch voran zu bringen und mit seinem Auftreten die Unruhen auch noch anzufachen. Gleichzeitig wird die Frustration, welche als Folge der Coronakrise entstand, als ein Verstärker der Wut, die sowohl dem Rassismus als auch den gewalttätigen Protesten zu Grunde liegt, verstanden. Beides steht nur für eines: lauter besondere Akteure und Umstände, die dafür sorgen, dass das ‚Rassismus-Problem‘ in den USA verschärft statt endlich gelöst wird. Dabei müsste doch im Land der Freiheit, welches die Demokratie und Menschenrechte in alle Welt trägt, die Gleichheit aller Menschen unabhängig von ihrer "Rasse" gelten.

Wer die Idee, die Diskriminierung in den USA passt nicht zu ihrem eigenen Ethos der Freiheit und Gleichheit, nicht so recht glauben mag und sich erklären möchte, wo der Rassismus der USA herkommt sei der Artikel des Gegenstandpunktes Rassismus in den USA - woher er kommt und warum er nicht weggeht“ (Um zu dem Text zu kommen bitte auf den Titel klicken) empfohlen.